Tagung Ackerwildkrautschutz in München

Gewöhnlicher Erdrauch (Fumaria officinalis)  © B. Rems-Hildebrandt

Integration von Naturschutz und Landwirtschaft
Am 12.Oktober 2017 lud die Bayerische Kulturlandstiftung und der Lehrstuhl für Renaturierungsökologie der TU München zur Tagung „Ackerwildkrautschutz – Integration von Naturschutz und Landwirtschaft“ in München ein. Die Veranstaltung richtete sich an unterschiedlichste Interessensgruppen aus dem In- und Ausland, um dem Thema Ackerwildkrautschutz mit sehr breitem Fachwissen und unterschiedlichsten Blickwinkeln zu begegnen. Zahlreiche Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Behörden, Planung, Beratung, NGO’s, Landwirtschaft und Saatgutproduktion informierten das Fachpublikum über den aktuellsten Stand ihrer Tätigkeiten und präsentierten fachliche Ein- und Ausblicke zum Schutz der Ackerbegleitflora in Deutschland.
Da das Thema Ackerwildkrautschutz auch ein wichtiges Thema im INTERREG Projektes „Wild und kultiviert- regionale Vielfalt säen“ darstellt, waren auch Tanja Maurer – BR Berchtesgadener Land und Barbara Rems-Hildebrandt – Schutzgebietsbetreuung Lungau vor Ort und gaben Einblicke zum aktuellen Projektstand in der Ackerwildkrautförderung im Bundesland Salzburg und in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land.
Der Themenschwerpunkt der Veranstaltung lag in den Problemfeldern, Umsetzungsmaßnahmen und Finanzierungsmöglichkeiten des Ackerwildkrautschutzes in Bayern. Abgerundet wurde die Tagung mit verschiedenen Workshops, in denen die Teilnehmer mit Hilfe von Diskussionsrunden noch näher auf die Themen Einsatz von Regiosaatgut zur Förderung gefährdeter Ackerwildkräuter, Produktionsintegrierte Kompensation und Zukunftsperspektiven im Ackerwildkrautschutz eingehen konnten.

Bild: Gewöhnlicher Erdrauch (Fumaria officinalis) © B. Rems-Hildebrandt