Biodiversität in Kommunen im ländlichen Raum

© B. Rems-Hildebrandt

ANL-Fachtagung 60/17  Biodiversität in Kommunen im ländlichen Raum

10.10.17 – Kirchanschöring, Bayern

Mit 9 Vorträgen bot die ANL-Fachtagung 60/17 in Kirchanschöring interessante Einblicke zum Thema Biodiversität in Kommunen im ländlichen Raum. Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung und Information von Entscheidungsträgern und an der Umsetzung beteiligten Akteuren in den Gemeinden. Die große Anzahl an Bürgermeistern, die entweder Projekte aus ihrer Kommune vorstellten oder sich Anregungen und Fachwissen für Biodiversitätsprojekte mitnahmen, zeigt wie wichtig und aktuell die Themen Arten- und Lebensraumvielfalt auch für die Ortsvorsteher geworden sind.
Auch die regionale Saatgutproduktion im Rahmen des INTERREG-Projekts " Wild und Kultiviert- regionale Vielfalt säen" wurde von Andreas Scharl, Schutzgebietsbetreuer im Pinzgau, vorgestellt. Einige Teilnehmer hatten bereits Erfahrungen mit Mähgutübertragungen und zeigten sich besonders interessiert an der Beerntungsmethode mit dem eBeetle, die einige Vorteile mit sich bringt.

Weitere Praxisbeispiele aus der ersten Biodiversitätsgemeinde Bayerns, Tännesberg, sowie aus Lamprechtshausen und Stadt Salzburg(Salzburg) sowie Rankweil (Vorarlberg) rundeten das Thema ab. Auch auf Firmengeländen kann ein wertvoller Beitrag zur Biodiversität geleistet werden und abschließend berichtete Martin Kyek vom Haus der Natur über die wichtige Rolle von Amphibien, deren komplexe Lebensraumansprüche eine gute Planungsgrundlage für ökologisch funktionierenden Biotopverbund sein kann.

Bild: © B. Rems-Hildebrandt